Deutschland Nummer 1 Alexander Zverev hat die Chance, zum zweiten Mal in seiner Karriere beim Saisonabschluss in Turin Tennis-Weltmeister zu werden. Bei den ATP Finals steht er im Finale, muss aber ein Rezept gegen seinen Angstgegner diesen Jahres Daniil Medvedev finden. Unsere Vorschau auf das Endspiel bei den ATP Finals Zverev – Medvedev:

Schon zum zweiten Mal stehen sich die Nummer 2 und 3 der Welt in dieser Woche gegenüber. In der Gruppenphase gewann Daniil Medvedev dankbar knapp im 8:6 im Tie-Break des dritten Satzes. Für den Russen war es schon der fünfte Sieg in Serie gegen Zverev, der Mann aus Moskau gewann alle Duelle der letzten zwei Jahre.

Gutes Omen für Zverev

Allerdings geht es wieder von Neuem los und im Normalfall hat Zverev die Mittel, auch gegen Medvedev zu triumphieren. Dazu lässt eine Parallele zu den Olympischen Spielen hoffen. Wie schon in Tokio geht Zverev mit einem großen Sieg im Rücken ins Endspiel. Im Halbfinale schlug er die Nummer 1 der Welt Novak Djokovic nach einer durchweg überzeugenden Vorstellung in drei Sätzen. Bekommt er die Form abermals auf den Platz, muss sich auch Medvedev zumindest wärmer anziehen als im Halbfinale, auch wenn der in den letzten Monaten kaum zu bezwingen war (alle Tennis-Wetten).

Medvedev kaum zu breaken

Der Russe setzte sich in der Vorschlussrunde leicht und locker mit 6:4 6:2 gegen Casper Ruud durch. Seit den US Open hat er nur zwei Spiele verloren, in Indian Wells gegen Dimitrov und das Finale vom Masters in Paris gegen Djokovic. Mittlerweile ist Medvedev auf Hardcourt wohl unbestritten zumindest der zweitbeste Spieler der Welt und steht wohl auch noch einen Rang über Zverev. In der laufenden Turnierwoche gab er nur zweimal seinen Aufschlag ab. Local Hero Jannik Sinner breakte ihn mit Unterstützung der Zuschauer gleich zweimal, Zverev schaffte es in der Gruppenphase über drei lange Sätze nicht, Medvedev das Service abzunehmen.

Genauso bissen sich aber auch Ruud oder Hurkarz die Zähne an Medvedev aus. Im direkten Vergleich mit Zverev führt er mittlerweile mit sechs Siegen aus elf Duellen. Allerdings war es oft genug eine knappe Kiste. In der Vorrunde stand es im Tie-Break 6:6, in der Phase hätte das Pendel genauso gut pro Zverev ausschlagen können. Der Deutsche ist nicht ohne Chance, allerdings geht Medvedev zurecht als Favorit in die Partie.

Tie-Breaks nur logisch

Die Quoten für den Sieger sind gut gesetzt, dafür lockt das Over. Wie gesagt ist Medvedev in dieser Woche unter dem Hallendach kaum zu breaken. Zverev weiß das und wird umso konzentrierter in seine Aufschlagspiele gehen. Nicht umsonst gingen schon die Sätze 2 und 3 in der Vorrunde in den Tie-Break. Es ist nahezu ausgeschlossen, dass es für die beiden Spieler viele Chancen beim Aufschlag des Gegenübers geben wird.

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Wer gewinnt das Endspiel der ATP Finals?

Alexander Zverev2.45Daniil Medvedev1.53
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