Das muntere Treiben auf dem Transfermarkt nimmt langsam wieder Fahrt auf. Ab dem 01. Juli ist das Transferfenster wieder offen und es ist davon auszugehen, dass einige Teams die Geldschatulle öffnen werden. Möglicherweise gelingt auch einem Klub auch das ein oder andere Schnäppchen. So sind doch einige Stars im Sommer ablösefrei zu haben. Für andere Akteure müssen die Verantwortlichen möglicherweise deutlich tiefer in die Tasche greifen. Gerüchte, Kommentare, fixe Deals: PokerStars Sports News wirft den Transferticker an:

Barca oder Arsenal? Raphinha entscheidet

Er hat die Qual der Wahl. Sowohl der FC Barcelona als auch Arsenal London buhlen um die Dienste von Raphinha. Barca hat schon längere Zeit ein Auge auf den Angreifer von Leeds United geworfen, allerdings verzögern sich die Verhandlungen wegen der finanziellen Schwierigkeiten der Katalanen. Somit haben im Werben um den Brasilianer auch die Gunners ihren Hut in den Ring geworfen. Die Londoner haben bereits ein Angebot abgeben, Leeds hat allerdings abgewunken. Unabhängig einer Einigung zwischen den beiden Vereinen wird wohl auch Raphinhan einem Wechsel innerhalb der Premier League einen Riegel vorschieben. Dem Vernehmen nach will der 26-Jährige nur zum FC Barcelona und wird auch noch von Ex-Barca-Profi Deco beraten.

Götze und Alario zur Eintracht

Die Hammer-Meldung ist perfekt: Mario Götze kehrt zurück in die Bundesliga und wechselt von der PSV Eindhoven zu Eintracht Frankfurt. Für den Europa-League-Sieger ist der Transfer zum Preis von nur vier Millionen ein echtes Schnäppchen. Götze sieht bei den Hessen bessere Chancen, sich im Vorfeld der Weltmeisterschaft für die Nationalmannschaft zu empfehlen. Laut Vorstandsboss Markus Krösche schlug der Golden Boy aus dem Jahr 2011 „zahlreiche andere Angebote“ aus und hat sich für drei Jahre an die SGE gebunden.
Zudem brachte der Verein einen weiteren Transfer – zumindest so gut wie – unter Dach und Fach. Laut „kicker“ kommt von Bayer Leverkusen Mittelstürmer Lucas Alario an den Main. Die Werkself kassiert maximal 6,5 Millionen Euro für den Argentinier, allerdings ist die Ablöse von künftigen Erfolgen abhängig und wird zumindest teilweise erst in der Zukunft fällig. Seit 2017 erzielte der Mittelstürmer in 126 Bundesliga-Spielen 42 Tore und unterschreibt einen Vertrag über die kommenden drei Jahre.

Der BVB will Haller

Haaland ist weg, Ersatz hat der BVB noch nicht verpflichtet. Allerdings planen die Schwarz-Gelben scheinbar mit Sebastien Haller in der Sturmspitze. Laut übereinstimmenden Medienberichten aus den Niederlanden will die Borussia den Angreifer von Ajax Amsterdam loseisen und ist bereit, für den Ivorer tief in die Tasche zu greifen. Haller ist vertraglich noch bis 2024 an den niederländischen Rekordmeister gebunden, laut den Berichten fordert Ajax eine Ablösesumme von 38 Mio. Euro. Somit liegen die Parteien noch etwas auseinander. Das Angebot der Dortmunder beläuft sich auf nur 33 Mio. Es wird weiter verhandelt.

Krauß wird ein Königsblauer

Tom Krauß spielte sich in der abgelaufenen Saison beim 1. FC Nürnberg ins Visier einiger Bundesligisten. Eine Rückkehr nach der Leihe zum „Club“ zu seinem Stammverein RB Leipzig war wegen der schlechten Aussichten auf genügend Spielzeit keine Option, somit erhielt Schalke 04 den Zuschlag vom deutschen U21-Nationalspieler. Allerdings wird Krauß abermals verliehen, erst wenn die Königsblauen in der kommenden Saison die Klasse halten, wechselt der Mittelfeldspieler fest nach Gelsenkirchen und erhält in dem Fall einen Vertrag über vier Jahre.

Christensen von Chelsea nach Barcelona

Andreas Christensen, Insidern aus seiner zweijährigen Leihe (2015-17) zu Borussia Mönchengladbach bekannt, verlässt nach einem Jahrzehnt den FC Chelsea. Die Blues verabschiedeten den Dänen Ende der Woche offiziell. Der Innenverteidiger gewann mit dem Team aus London Europa sowie Champions League, sein neuer Arbeitgeber wird aller Voraussicht nach der FC Barcelona sein. Bislang haben allerdings weder Christensen noch die Katalanen Vollzug gemeldet.

Dybala-Berater bei Inter gesichtet

Nach der verpassten Meisterschaft bastelt Inter Mailand fleißig am Kader für die Zukunft. Ob die beiden Verteidiger Milan Skriniar (27) und Alessandro Bastoni (23) weiterhin für die Nerazzurri auflaufen, ist allerdings unsicher. Laut ihren Beratern haben europäische Vereine wie PSG, Man United, Tottenham oder Chelsea Interesse an den Defensiv-Spezialisten.
Zudem scheint es mit Paolo Dybala eine ernste Angelegenheit zu werden. Der Vertrag des Argentiniers bei Juventus Turin läuft Ende Juni aus, dementsprechend ist er ablösefrei zu haben. Am Mittwoch wurde Dybalas Berater bei Inter vorstellig, um die Möglichkeit einer Zusammenarbeit auszuloten.

Der Ball liegt bei Kostic

Mit der Eintracht gewann er sensationell die Europa League und wurde zum besten Spieler des Wettbewerbs ausgezeichnet. Klar, dass die Gerüchte um Filip Kostic bei Vertragsende im kommenden Sommer heißlaufen. Dem Vernehmen nach gibt es mehrere Interessenten für den serbischen Linksaußen, vor allem Juventus Turin ist ein Kandidat auf eine Verpflichtung. Ein Angebot hat die „Alte Dame“ aber scheinbar noch nicht abgegeben, ganz im Gegensatz zur Eintracht. Bei den Hessen könnte Kostic zum Top-Verdiener aufsteigen, sollte er seinen Vertrag verlängern. Andernfalls stehen die Zeichen auf Trennung, denn Frankfurt will eine Ablöse kassieren. Laut Vorstandsboss Krösche entscheidet allein Kostic, wie es weitergeht.

Bayer ist heiß auf Mudryk

Zwar wird die Liga in der Ukraine im Sommer wieder wie gewohnt starten, allerdings suchen viele Spieler weiterhin Reißaus. So ist die Lage auch bei Mykhaylo Mudryk von Schachtar Donezk. Der 21-Jährige will zu Bayer Leverkusen, Bayer Leverkusen will den 21-Jährigen. Laut dem „kicker“ sind alle Eckpunkte zwischen aufnehmenden Verein und Spieler ausgehandelt, nur die Verhandlungen mit seinem bisherigen Klub Schachtjor Donezk sind noch nicht finalisiert. Von einer Einigung ist allerdings auszugehen. Mudryk ist in der Offensive auf der linken Außenbahn beheimatet.

Läuft was zwischen Eriksen und Man United?

In englischen Zeitungen geht das Gerücht rund, dass Manchester United heiß auf Christian Eriksen ist. Erst im Winter heuerte der Däne nach seinem Herz-OP beim FC Brentford an und überzeugte dort mit fünf Torbeteiligungen (ein Tor, vier Assits) in elf Einsätzen. Im Sommer läuft sein Vertrag aber schon wieder aus. Der Plan, sich bei den Bees in Schaufenster zu stellen, funktionierte aus Sicht des 30-Jährigen. Der neue Coach von Man United, Erik ten Haag, soll bei den Red Devils den Kaderumbau vorantreiben – und will dabei scheinbar auch auf die Dienste von Eriksen zählen.

Rüdiger zu Real Madrid

Der nächste Deutsche für Real Madrid. Innenverteidger Antonio Rüdiger wechselt ablösefrei vom FC Chelsea nach Spanien. Für die Blues war der aus der Jugend des VfB Stuttgart stammende Defensiv-Spezialist vor allem wegen der Restriktionen rund um den Abramowitsch-Verkauf nur schwer zu halten, umso glücklicher dürfte sich Real schätzen. Die Königlichen machen nach David Alaba im vergangenen Sommer das zweite Abwehr-Schnäppchen in Serie. Rüdiger erhält im Bernabeu einen Vertrag über vier Jahre.

Was ist mit Mané?

Es wird scheinbar immer konkreter. Robert Lewandowski forciert seinen Abgang, in dem Fall benötigt der FC Bayern Ersatz für das Sturmzentrum. Schon seit Wochen geistert der Namen Sadio Mané durch die Säbener Straße. Mittlerweile heißt es, der Senegalse will den FC Liverpool verlassen, weil es immer mal wieder Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Jürgen Klopp gegeben haben soll. Für die Bayern wäre er ein willkommener Königstransfer nach all dem Theater nicht nur um Lewandowski, sondern auch um die Vertragsverlängerung von Serge Gnabry. In der abgelaufenen Saison erzielte Mané 23 Tore und lieferte fünf Vorlagen in insgesamt 51 Partien. Als Ablöse stehen mehr als 30 Millionen Euro im Raum, allerdings wurden dem Vernehmen nach noch keine ernsthaften Verhandlungen aufgenommen.

BVB stellt sich neu auf

Hinter den Kulissen tut sich in diesem Sommer beim BVB so Einiges. Edin Terzic war Technischer Direktor, nimmt aber in der kommenden Saison auf der Trainerbank Platz. Sebastian Kehl übernimmt die Stelle des scheidenden Michael Zorc als Sportdirektor ein, seine ehemalige Rolle als Lizenzspielerleiter ist akutell genauso nicht besetzt wie die des Leiter der Lizenzspielerabteilung. Geht es nach BVB-Boss Aki Watzke, werden die beiden Posten in der Zukunft nicht zwingend neu besetzt. „Jemanden dazuzunehmen, der sich dann auch als Entscheidungsträger fühlt, ist nicht nötig“, meinte er auf die Ämter angesprochen.

Auch Laimer zum FCB?

Schon in der Rückrunde wurde immer mal wieder spekuliert, dass der FC Bayern ein Auge auf Konrad Laimer von RB Leipzig geworfen haben könnte. Der Österreicher befeuert die Gerüchte mit einer Aussage im Lager der österreichischen Nationalmannschaft. „Es ist durchaus möglich, dass ich nächste Saison nicht mehr in Leipzig spiele“, sagte Laimer. Auch die vertragliche Situation spricht für einen bevorstehenden Wechsel des 25-Jährigen. Sein Vertrag läuft nach der kommenden Saison aus, nur noch in diesem Sommer kann Leipzig eine Ablöse einstreichen.

Lewandowski will weg

Mit Erling Haaland wird der erste große Superstar für eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 75 Mio. € die Bundesliga in Richtung Manchester City verlassen. Doch das deutsche Oberhaus wird aller Voraussicht nach noch einen weiteren namhaften Abgang verkraften müssen. Robert Lewandowski, der seit 2010 in der Bundesliga die Schuhe schnürt (BVB 2010 – 2014, Bayern seit 2014), steht kurz vor einem Wechsel ins Ausland. Auch wenn die Verantwortlichen wiederholt betonen, dass der Pole einen Vertrag bis 2023 besitzt und diesen erfüllen wird, besteht im Sommer die letzte Möglichkeit eine große Summe aufzurufen. Zwar verpflichteten die Münchener den Mittelstürmer von Borussia Dortmund vor acht Jahren selbst ablösefrei. Einen Weltfußballer ohne Gewinn ziehen zu lassen, dürfte aber ebenfalls nicht im Interesse des Branchenprimus sein. Zumal der FC Barcelona, der aktuell als größter Interessent gilt, bereit ist, den Geldbeutel zu öffnen.

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